Skywalk

Eins der wenigen wirklich markanten Gebäude von Auckland ist der Skytower, welcher in Mitten der Stadt 328 Meter in die Höhe ragt und eigentlich von ganz Auckland aus zu sehen ist, mal näher mal weiter weg. Der Fernsehturm ist gleichzeitig ein Aussichtsturm mit Aussichtsplattform, Restaurant und Café. Außerdem können Adrenalinjunkies dort einen Skyjump (192 Meter kontrolliert in die Tiefe fallen) und/oder einen Skywalk (In 192 Metern Höhe auf einer extra Plattform den Skytower umrunden und eine besondere Sicht auf Auckland erleben) machen. Die beiden Erfahrungen sind natürlich nicht ganz so billig, aber coolerweise hat unsere Organisation beides zu einem vergünstigtem (Gruppen-)Preis angeboten, sodass ich mir die Möglichkeit nicht entgehen lassen habe.

Am 29.9 war es dann so weit und ich habe mir an einem Sonntagmorgen einen Wecker gestellt, da ich nicht verschlafen wollte. In der Nacht zuvor war hier nämlich Zeitumstellung von Winter auf Sommerzeit, sodass die Nacht eine Stunde weniger hatte. Glücklicherweise habe ich aber nicht verschlafen und konnte so pünktlich mit dem Bus in die Stadt fahren und zum Skytower laufen. Dort habe ich dann auch die anderen Mädels getroffen, die sich für den Skyjump oder -walk angemeldet hatten. Wir haben uns übrigens einfach so erkannt ohne uns vorher schon Mal gesehen zu haben. Als Au Pair fällt man eben auf bzw. Au Pairs ziehen sich gegenseitig an.

Unter den 9 Mädels waren diese Mal nicht nur Deutsche sondern auch 3 Schwedinnen, welche genauso wie ich den Skywalk machen wollten. Die Aufteilung war 5 Leute Skywalk und 4 Leute Skyjump, sodass die Deutschen beim Skywalk ausnahmsweise mal in der Unterzahl waren. Neben den 3 Schwedinnen und mir hat meine Freundin Lotte noch an dem Skywalk teilgenommen. Wir sind dann alle zusammen in den Skytower gegangen und haben dort die Ansprechpartnerin unserer Organisation getroffen, welche das Ganze für uns organisiert hatte. Nachdem sie erstaunt festgestellt hatte, dass wir alle pünktlich angekommen waren, was anscheinend sonst nie vorkommt, hat sie uns zu unseren Guides gebracht, welche mit uns den Skyjump bzw. Walk gemacht haben.

Die Guides brachten uns dann in einen kleinen Raum, in welchem sich die Ausrüstung für die Aktivitäten befand und in welchem wir auch unsere Taschen und andere lose Gegenstände verstauen konnten. Die Ausrüstung für den Skywalk bestand aus einem chicken organgen Anzug und einem Gurt wie man ihm vom Klettern kennt. Bevor wir dann aber auf den Skytower gelassen wurden mussten wir einen Alkoholtest machen, welcher sich als ziemlich witzig herausstellte, da wir teilweise etwas überfordert damit waren. Unser ziemlich cooler und witziger Guide hat das Ganze aber sehr entspannt gesehen und die kleinen Missverständnisse auf die Aufregung geschoben.

Als wir dann auch den Alkoholtest hinter uns gebracht haben ging es an der normalen Besucherschlange vorbei in einen gläsernen Aufzug, welcher uns dann zur Aussichtsplattform in 192 Metern gebracht hat. Die Menschen, die mit uns im Aufzug standen, fanden uns in unseren orangen Anzügen sehr cool und auch mutig, dass wir uns trauen den Skywalk zu machen. Generell waren wir für alle Leute die sich im Café/ Restaurant oder auf der normalen Aussichtsplattform des Skytowers befanden eine ziemliche Attraktion, sodass sie uns zugewunken und teilweise sogar Fotos und Videos von uns gemacht haben.

Die Plattform, auf welchen der Skywalk stattfindet, befindet sich wie gesagt auf 192 Metern Höhe, ist um den Skytower herum gebaut und somit außerhalb, nur 1,2 Meter breit und verfügt über kein Geländer. Also definitiv nichts für Leute mit Höhenangst. Bevor wir die Plattform betreten durften wurden wir zunächst mit Karabinern und Seilen in das Sicherheitssystem eingehängt. Wir bekamen einen Karabiner mit Seil vorne und einen Karabiner mit Seil hinten in unseren Gurt eingehängt, welche uns im Falle des Falles (in doppelter Bedeutung) retten sollten. Nachdem die Gurte, Seile und Karabiner doppelt gecheckt wurden durften wir dann endlich auf die Plattform.

Von unserem Startpunkt aus konnten wir dann auch die Skyjumper beobachten. Während der Skyjump aber als eine Art Bungeejump verkauft wird handelt es sich eher um ein kontrolliertes Herunterlassen/ Abseilen und nicht wirklich um einen Sprung und freien Fall. Wer also einen Bungeejump erwartet hatte wurde etwas enttäuscht. Da wir aber nicht zum Zuschauen für den Skyjump gekommen waren sondern für unseren eigenen Skywalk, haben wir dann irgendwann selber losgelegt.

Die Mission während des Skywalks ist es verschiedene Challanges zu lösen, welche der Guide stellt. Die erste Challenge war noch ziemlich einfach, da wir uns zunächst nur vorwärts über die Kante lehnen sollten um die Kraft und die Sicherheit unseres Gurtes auszutesten. Das war eigentlich für keine von uns problematisch. Weiter ging es dann aber mit der Challenge sich rückwärts über die vordere Kante zu lehnen. Im Vergleich zu Vorwärts lag die Schwierigkeit darin, dass man sich nur mit den Zehenspitzen auf die Kante stellen sollte und die Beine dabei ausgestreckt lassen musste. Hört sich vielleicht einfach an, wenn man aber in 192 Metern Höhe steht fangen selbst bei mir dann die Knie an zu zittern. Wer sich von euch schonmal irgendwo Abgeseilt hat kennt vielleicht das Gefühl, wenn man oben an der Kante steht und langsam tiefer und tiefer mit dem Körper rutscht, die Füße aber auf Kante stehen und die Beine ausgestreckt lassen muss.

Nachdem wir aber auch das alle hinbekommen hatten wurden zunächst unsere Gurte nochmal nachgezogen und überprüft, damit wir auch den Rest unseres Walks sicher hinter uns bringen konnten. Anschließend war es Zeit für Fotos. Unser Guide hatte eine Actioncam mit, mit welcher er Fotos und Videos von unserem Walk gemacht hat. Neben den Fotos vom stehen an den Kanten konnten und sollten wir uns auch andere coole Posen überlegen. Was bei mir rausgekommen ist könnt ihr hier sehen.

Ansonsten haben wir die Aussicht auf Auckland von oben genossen und versucht unsere Heimatbezirke ausfindig zu machen. Von oben ist das nicht so einfach gewesen, aber dank Orientierungspunkten wie der Autobahn, dem Meer und den Vulkanen/ Hügeln konnten wir alle in etwa unsere Bezirke von oben ausmachen. Das Wetter war an dem Tag zwar sonnig aber es waren einige Wolken am Himmel, sodass wir nicht komplett freie Sicht hatten. Trotzdem haben wir einiges gesehen und haben ein Mal mehr einen Eindruck davon bekommen, wie riesig Auckland doch ist.

Bevor wir dann den Walk beendet haben wurden noch ein paar Gruppenfotos von uns gemacht und dann ging es auch schon wieder den gleichen Weg mit einem gläsernen Aufzug nach unten auf festen Boden. Unten angekommen haben wir dann unsere chicken Anzüge ausgezogen und unsere Sachen entgegengenommen. Außerdem haben wir für die erfolgreiche Teilnahme noch eine Urkunde und eine stylische Capi bekommen, die ich aus unerklärlichen Gründen aber bis heute noch nicht getragen habe ;).

Nach kurzer Wartezeit konnten wir dann auf kleinen Bildschirmen unsere Fotos vom Walk anschauen und bei Interesse auch kaufen. Wir wurden vorher gewarnt, dass die Fotos ziemlich teuer sind, aber es hat wohl keiner erwartet, dass sie soooo teuer sind. Nur für die Onlineversion der Fotos musste man schon 45NZD bezahlen (umgerechnet 27€ – nur für Onlinedateien…). Uns wurde dann der Tipp von der Verkäuferin gegeben, dass nur eine von uns die Onlinedateien kaufen sollte, welche auch die Grupenbilder beinhaltet, und wir dann den Preis auf uns alle aufteilen. Da wir zu fünft waren hätte das für uns bedeutet, dass jede nur 9NZD (umgerechnet 5,40€) für die Fotos zahlen müsste. Wir haben dann gemeinsam entschieden, dass uns die Erinnerungsfotos zumindest 9NZD wert sind und haben den Tipp angenommen und umgesetzt.

Im Skywalkticket war außerdem der normale Eintritt zum Skytower inklusive, sodass wir anschließend auch noch wie jeder normale Tourist auf die Aussichtsplattformen des Skytowers fahren konnten. Da wir die Aussicht aber vorher schon während des Skywalks gesehen hatten und uns die Ausstellung nicht wirklich interessierte sind wir nach einem kurzen Fotostop und einer kompletten Umrundung auch schon wieder runter gefahren.

Wir haben dann entschieden uns noch in ein Café in der Nähe des Towers zu setzen und einen Kaffee/ Kakao zu trinken. Da wir mit den Schwedinnen unterwegs waren haben wir uns natürlich auf Englisch unterhalten und wie immer hatte ich danach das Gefühl, dass sich mein Englisch wieder verbessert hat.

Anschließend sind Lotte und ich dann noch etwas durch die Stadt geschlendert, ich habe sie später zur Fähre gebracht und habe dann selber den Bus nach Hause genommen. Dort wurde ich dann von meiner Familie erwartet, die glücklich darüber war, dass ich heil wieder zuhause angekommen und nicht abgestürzt bin.

Soviel zu meinem kleinen Ausflug über den Dächern Aucklands. Machts gut und passt auf euch auf

Eure Ann-Ka

2 Kommentare zu „Skywalk

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