Tongariro Crossing | Nordinsel Tag 12

Für den Donnerstag hatten wir eigentlich eine Tour auf dem Fluss Whanganui geplant und an dem Freitag wollten wir dann das Tongariro Crossing (für mich nochmal) machen. Da uns am Tag zuvor in der iSite aber gesagt wurde, dass das Wetter für Freitags für das Crossing erheblich schlechter wäre und das Crossing somit möglicherweise nicht machbar, haben wir bei dem Anbieter der Tour angerufen und gefragt, ob wir die Tour nicht auf auch Freitags verschieben können, da Mama das Tongariro Crossing unbedingt machen wollte.

Netterweise hat die Terminänderung geklappt, sodass wir Donnerstags bei guter Wettervorhersage das Tongariro Crossing machen konnten. Zum Crossing selber möchte ich jetzt eigentlich gar nicht so viel schreiben, da ich dieses wie gesagt schon zuvor gemacht habe, darüber aber noch berichten werde und dann auch genauer aufs Crossing selber eingehen will.

Für alle die noch nie was von dem Tongariro Crossing gehört haben hier ein paar Infos: Es handelt sich dabei um eine 19,4km lange Wanderung, für die man 6-8 Stunden braucht. Dabei läuft man durch hochalpines Gebirge, was man körperlich nicht unterschätzen sollte, da man knapp 2000 Höhenmeter bewältigen muss. Die Wanderung ist eine der bekanntesten in Neuseeland und auch angeblich eine der schönsten. Unterwegs kommt man am Red Crater, den Emerald Lakes und dem Blue Lake vorbei.

Für mich war es wie gesagt schon das 2. Mal und eigentlich wollte ich die Tour auch nicht unbedingt ein zweites Mal machen aber auf mehrfachem Wunsch meiner Mutter bin ich dann doch mitgekommen. Immerhin wusste ich ja, was mich erwartet.

Als wir um 9:30 losgelaufen sind, was das Wetter noch ziemlich bewölkt und unten am Parkplatz war es auch noch etwas frisch. Sobald wir dann aber losgelaufen sind hatten wir uns direkt warmgelaufen, sodass vor Allem Mama und Elisa noch vor dem erreichen des 1. Kilometers ein paar Schichten Kleidung ablegen mussten.

Kilometer 1 erreichten wir dann um 9:50, Kilometer 3 um 10:15, 4 um 10:30 und 5 um 11:00. Die Zeiten und Kilometerangaben habe ich daher, dass zumindest die ersten Kilometer (bis auf Kilometer 2) jeder Kilometer durch ein Schild markiert wurde, welches ich dann zur Dokumentation fotografiert habe.

Das wir von Kilometer 4-5 vergleichsweise lange gebraucht haben lag daran, dass es dort ziemlich steil mit Treppen bergauf ging, was nicht so schön einfach war wie die ersten Kilometer davor. Dafür hatten wir aber eine immer bessere Sicht auf die Landschaft um uns herum.

Nach ein bisschen geklettere und ein paar mehr Kilometern, die dann leider nicht mehr ausgeschrieben waren, erreichten wir um 12:30 den höchsten Punkt der Tour mit 1850 Höhenmetern. Und während Elisa und Ich oben auf Mama warteten und wir dann eine kleine Mittagspause machen wurde der Himmel immer blauer und die Sonne kam raus, sodass es trotz Höhe nicht wirklich kälter wurde. Nur der Wind war noch etwas frisch, aber auch das sollte sich bald ändern. Während der Pause hatten wir einen super Blick auf den Red Crater, die Emerald Lakes und den Blue Lake.

Nach der Mittagspause hieß es es dann das erste Mal für die Tour Abstieg statt Anstieg und der erste Teil war natürlich direkt der schlimmste. Da der Weg nur aus Asche und Geröll besteht muss man höllisch aufpassen, dass man nicht über irgendwelche großen Steine stolpert und hinfällt. Gott sei dank habe ich es dieses Mal geschafft nicht hinzufallen.

Am Ende des 1. Abstiegs befand sich ein Pfahl, an dem einige Sticker klebten, welchem ich dann unseren KohlrABI Sticker hinzufügte.

Außerdem befinden sich dort auch die Emerald Lakes, grüne Seen die ein bisschen unnatürlich aussehen.

Um 13:50 erreichten wir dann Kilometer 9 und um 14:00 den Blue Lake, welcher sich bei 9,7 Kilometern auf halber Strecke befindet. Dort haben wir dann eine 2. kleine Pause nach dem, vor Allem für Mama, anstrengendem Abstieg.

Der darauffolgende Weg/ Abstieg war dann wieder etwas entspannter und auch die Kilometerschilder waren wieder regelmäßig zu sehen. Der Abstieg ging natürlich viel schneller als der Aufstieg, da man bergab immer schneller als bergauf läuft. Kilometer 11 erreichten wir dann um 15:00, 13 um 15:30, 14 um 15:50 und 16 um 16:20.

Auf dem Weg nach unten hatten wir dann strahlenden Sonnenschein und die Sonne hat einfach nur vom Himmel gebrannt. Und auch wenn wir da schon eine ganze Weile unterwegs waren waren wir dennoch motiviert und ziemlich schnell unterwegs, da wir alle nur noch unten ankommen wollten.

Die letzten ca. 3 Kilometer der Strecke führen durch einen Wald und auf der Strecke waren plötzlich ganz viele Leute unterwegs. Während wir zuvor auf dem Weg runter immer weniger Menschen gesehen haben trafen wir sie anscheinend alle dort wieder. Dementsprechend war es etwas schwierig sein eigenes Tempo zu laufen, da man ständig langsamere Leute vor sich hatte aber diese auf dem Weg nicht überholen konnte.

Un 17:03 habe ich dann Kilometer 19 erreicht und hatte nur noch 400 Meter vor mir. Diese 400 Meter wäre ich am liebsten gerannt, hab es aber dann doch nicht gemacht. So hab ich um 17:07, nach etwas mehr als 7,5 Stunden, das Ende und Ziel des Tongariro Crossings erreicht.

Ansonsten haben wir an dem Tag nicht mehr viel gemacht. Da wir in unserer Unterkunft einen Grill zur Verfügung hatten hat Ralf netterweise für uns gegrillt und nachdem wir geduscht und gegessen hatten sind wir alle nur noch müde aber zufrieden ins Bett gefallen.

Machts gut und passt auf euch auf

Eure Ann-Ka

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