Labourday Weekend Teil 2

Während unser Frühstück am ersten Morgen unseres Roadtrips eher improvisiert war hatten wir am 2. Morgen ein richtiges Luxusfrühstück. Wir machten uns Rührei mit Toast sowie Porridge mit Äpfeln, Trauben, Apfelmus und Zimt. Insgesamt hatten wir einen sehr entspannten Morgen mit einer wunderschönen Aussicht auf die Dünen und Meeresrauschen im Hintergrund.

Nachdem wir alle wieder zusammengepackt und unseren Schlafplatz wieder in ein Auto verwandelt hatten ging es weiter Richtung unserem Hauptziel der Reise, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Da es dort oben keine Müllabfuhr gibt mussten wir auch all unseren Müll mitnehmen und bei der nächsten Möglichkeit selber entsorgen.

Bis zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt, war es von unserem Schlafplatz etwa eine Stunde Fahrt, die wir hinter uns bringen mussten. Und die Fahrt dahin war schon ein kleines Highlight für sich, da wir immer wieder eine mega Aussicht auf den Wald, die Dünen und natürlich das Meer hatten.

Am Cape angekommen hatten wir Glück noch einen Parkplatz auf dem Hauptparkplatz zu bekommen, denn natürlich war an dem Wochenende bei dem super Wetter auch eine Menge dort oben los, auch wenn wir schon relativ früh da waren. Am Cape selber gibt es eigentlich nicht so viel zu sehen außer einem Leuchtturm und einem Wegweiser.

Aber andererseits hat der Ort auch etwas mystisches und magisches, wenn man zum Horizont schaut und weiß, dass es mehrere tausend Kilometer bis zum nächsten Land sind und wenn man links und rechts hinter sich schaut man nur die Farben Blau, Grün und Gelb sieht.

Außerdem treffen dort oben das Tasmanische Meer und der Pazifische Ozean aufeinander und es gibt einige Maori-Sagen zu diesem besonderen Ort.

Wir haben uns dann dort einen netten Platz für ein Picknick gesucht und uns das ganze Treiben und Touri-Verhalten aus der Ferne angeschaut.

Wenn man ganz im Norden ist kann man nur noch weiter Richtung Süden fahren und genau das haben wir dann wieder gemacht. Eine weitere „Sehenswürdigkeit“ an der Südspitze sind die Te Paki Sanddunes, meterhohe Sanddünen, die sich in Mitten von grünem Buschland befinden und ein bisschen fehl am Platz wirken.

Bekannt sind die Dünen dafür, dass man auf ihnen Sandboarden kann. Dazu leiht man sich direkt vor Ort für 15$ das Stück (das einzige Mal der gesamten Reise bei dem wir mit Bargeld bezahlt haben) ein Sandboard aus, bekommt eine kurze Einweisung in die Benutzung des Boards und hat dann theoretisch bis Sonnenuntergang Zeit die Dünen runterzurutschen. Praktisch ist man erfahrungsmäßig spätestens nach dem 2. Mal hochlaufen so kaputt, dass man sich 3mal überlegt, ob man wirklich unbedingt nochmal rutschen möchte. Vermutlich kennen die meisten von euch das Problem, dass man im Sand nicht so schnell vorankommt wie auf normalem Boden. Geht es dann auch noch steil nach oben hat man bei jedem Schritt wirklich das Gefühl mehr runter zu rutschen als die Spitze zu erreichen. In der Situation hab ich mir wohl auch einen Gentleman gewünscht, der mir mein Board bis nach oben trägt… Hat man es dann aber dochh irgendwann geschafft wird man mit einem Ausblick auf ein Meer aus Grün, Geld und Blau belohnt.

Von der ersten großen Sanddüne kann man nochmal ein Stück höher zu einer zweiten kleineren Sanddüne laufen, die etwas kleiner und weniger anstrengend zum hochlaufen ist aber zum Sandboarden deshalb nicht weniger geeignet ist. Da ist die Motivation auch ein bisschen höher mehr als 2 Mal die Düne zu erklimmen und runterzurutschen. Insgesamt sind Lotte und Ich dann jeder 3 Mal die kleine und einmal die große Düne runter geboardet und waren danach beide frisch mit Sand paniert. Lecker! Zu erwähnen ist, dass wir natürlich auch überall Deutsche und auch andere Au Pairs getroffen haben. Wir waren offensichtlich nicht die Einzigen, die das Wochenende zum Erkunden der Nordspitze genutzt haben.

Frisch paniert haben wir uns dann ziemlich auf eine Dusche gefreut. Dazu mussten wir aber auf unserem Weg Richtung Süden erstmal eine Unterkunft für die Nacht finden. Wir haben dann spontan irgendwo im nirgendwo eine Farm für 18$ pp/Nacht gefunden, welche Stellplätze angeboten hat und auch eine Küche und Dusche zur Verfügung stellte, sodass wir alles nötige für unsere letzte Nacht im Auto hatten. Von dort aus hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die Berge drumherum, aber Lotte und Ich waren uns einig, dass wir das Wasser und besonders das Meer dann doch bevorzugen.

Den Abend haben wir dann entspannt mit Duschen, Essen und Quatschen verbracht und sind dann relativ früh schlafen gegangen, schließlich lag ein Tag mit ziemlich viel Sonne hinter uns.

Unser letzter Morgen startete genauso wie unser 2. mit einem Luxusfrühstück und ziemlich entspannt. Dann haben wir ein letztes Mal unseren Schlafplatz zum Auto umgebaut, aufgeräumt und haben uns dann Richtung Heimat aufgemacht. Für den Tag hatten wir keine festen Pläne und sind „spazieren gefahren“, haben also da angehalten wo es schön war. Unser erster Halt waren der Tane Mahuta, der größte bekannte Kauri Baum Neuseelands, und der etwas kleineren Bruder Te Matua Ngahere (Vater des Waldes), welche ich dann knapp 2 Monate später im Rahmen unseres Maoris Tags nochmal besucht habe.

Anschließend ging es über die kurvenreiche Straße weiter zum Bayleys Beach, dem längsten befahrbarem Strand Neuseelands. Wir haben dann auf dem Strand geparkt und uns ein bisschen die Beine vertreten und die Dünen angeschaut.

Dann wollten wir uns in Dargaville, der nächsten größeren Stadt, in einem Café eine kleine Stärkung holen, hatten jedoch vergessen, dass es ja Feiertag war und nur 2 Imbissbuden mit Fertiggerichten aufhatten. Dort haben wir dann zwar billigen Kuchen bekommen, der aber auch genauso geschmeckt hat und eher für die Tonne war…

Der Stopp hatte sich also nicht gelohnt und es ging weiter Richtung Auckland. Der letzte Stopp waren die Mangawhai Heads, ein bei Surfern sehr bekannter und beliebter Strand. So war auch an dem Tag einiges dort los und da es zumindest am Anfang noch relativ schönes Wetter war, haben wir unsere Bikinis angezogen und sind (für mich das erste Mal) im Meer schwimmen gewesen. Leider hat es dann angefangen zu Regnen und es sah nach Unwetter aus, sodass unser Strandbesuch ziemlich kurz ausgefallen ist und wir uns auf den Endgültigen Heimweg gemacht haben. Glücklicherweise hatten wir trotz Rückreiseverkehr kaum Verkehrsprobleme, sodass wir gegen Abend wieder in Auckland waren, schnell noch etwas essen waren und dann nach einem wunderschönem Wochenende wieder zuhause angekommen sind.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s