Surfen in Raglan

Ein Must-Do in Neuseeland ist wohl das Surfen und genau das habe ich am ersten Novemberwochenende mit Lotte und Lara ausprobiert. Dazu sind wir am Freitagabend nach der Arbeit nach Raglan, dem Surf-Mekka Neuseelands, aufgebrochen. Lotte und Ich sind schonmal in Raglan gewesen als wir an meinem 2. Wochenende hier die Granny in Hamilton besucht haben. Damals war es aber noch viiiiiel zu kalt zum surfen.

Durch den freitäglichen Berufsverkehr haben wir dann natürlich länger gebraucht aber sind zum Glück noch 5 Minuten vor Schließung der Rezeption an unserem Hostel angekommen. Wir haben dann noch schnell eingecheckt und unsere Klamotten abgeladen bevor wir das Hostel auch schon wieder verlassen haben um uns etwas zu essen zu suchen. Blöderweise schließen in Neuseeland die meistens Restaurants und Imbissbuden spätestens um 21:00 Uhr, sodass wir nur noch eine halbe Stunde Zeit hatten. Im Hostel wurde uns ein Kebap Laden empfohlen, welchen wir dann auch angesteuert haben und mit Enttäuschungen feststellen mussten, dass neuseeländischer Kebap einfach nicht mit unserem Döner zu vergleichen ist. Zurück im Hostel haben wir den Rest des Abends dann noch mit Kartenspielen und Quatschen verbracht bevor wir dann um 22:30 die Nachruhe einhalten mussten.

So hatten wir aber genug Schlaf als unser Wecker am nächsten Morgen um 7:45 geklingelt hat und wir als einer der Ersten des Hostels aufgestanden sind und gefrühstückt haben. Frisch gestärkt sind wir dann zum Strand gefahren, an dem wir unsere ersten Surferfahrungen machen sollten. Unsere Gruppe bestand neben uns dreien aus zwei niederländischen Work&Travellern, einem deutschen Backpacker und natürlich unserem Surflehrer, der genauso aussah wie man sich einen typischen Surfer eben vorstellt. Die Surfstunden haben wir dann noch vor Ort bezahlt aber nicht etwa mit Bargeld sondern natürlich mit Karte. Wir sind ja schließlich in Neuseeland, da hat gefühlt jeder sein eigenes Kartenlesegerät und man bezahlt mal eben auf dem Parkplatz am Strand mit Karte…

Dann wurden wir mit Neoprenanzügen ausgestattet, denn auch in Neuseeland ist es Anfang November noch ein bisschen zu frisch um ohne Neo ins Meer zu gehen. Nachdem wir uns in die Anzüge gequetscht hatten war der 2. anstrengendste Teil des Tages erledigt, der anstrengendste war das anscheinende Tragen der Surfboards hinunter zum Strand. Da unsere Surfstunde so früh am Morgen war war der Strand praktischerweise menschenleer, was sich aber mit der Zeit dann schnell geändert hat.

Nachdem wir die Boards in zweier Teams zum Strand runtergeschleppt hatten fing endlich die eigentliche Surfstunde an. Dazu gab es erstmal eine kurze theoretische Einführung in das Meer, die Wellen und das Surfen bevor wir uns mit etwas Yoga aufgewärmt haben. Bevor wir dann richtig im Wasser loslegen konnten haben wir ziemlich oft geübt, wie man auf dem Board sicher aufsteht um zumindest eine Idee zu bekommen, wie mans nachher im Wasser umsetzten sollte. Der Kommentar unserer Surflehrers: Ihr macht das alle super. Im Wasser macht ihr das dann bitte genauso da ist es halt nur ein BISSCHEN wackeliger… Mit den Worten ging es dann ins Wasser und die ersten Schritte waren echt saukalt, da wir ja keinen Neoprenanzug an unseren Füßen hatten. Später hat man die Kälte aber nicht mehr gespürt.

Um erstmal ein Gefühl fürs Surfen und ein paar Erfolgserlebnisse zu haben hat unser Surflehrer uns zunächst noch Hilfestellungen durch Anleitungen und Anschubsen gegeben, sodass wir uns auf das vorher im Trockene geprobte Aufstehen konzentrieren konnten. Erstaunlicherweise hat das Aufstehen und anschließende Balance halten auf dem Board für mich ziemlich gut geklappt, sodass ich schnell Spaß an dem Wassersport gefunden habe und es auch ohne Hilfe probieren wollte. Das hat sich aber als etwas schwierig herausgestellt, da es als Anfänger noch schwer war die richtigen Wellen zu finden und dann auch noch zum richtigen Zeitpunkt loszupaddeln, um die Welle auch zu bekommen. Das ungleichmäßig windige Wetter und die dadurch ungleichmäßigen Wellen haben es zusätzlich noch etwas erschwert aber trotzdem gab es auch Erfolge zu verzeichnen und ich bin einige Male bis zum Strand gesurft. War dann nur ziemlich anstrengend immer wieder gegen die Wellen ins Meer zu laufen…

Insgesamt hat meine aller erste Surfstunde mir aber ziemlich viel Spaß gemacht und ich konnte gar nicht glauben, dass irgendwann die 2,5 Stunden schon wieder um waren. Aber zum Glück hatten wir für den Sonntag noch eine weitere Stunde gebucht. Nach der Surfstunde habe wir uns noch so an den Strand gelegt, der mittlerweile gut besucht war, und sind auch im Meer gewesen. Dieses Mal natürlich ohne Neo und es war verdammt kalt. 🥶

Später gings dann wieder zurück in die Stadt, wo wir ein bisschen durch die Gegend geschlendert sind und ein Eis gegessen haben bevor wir den herrlich warmen Wirlpool in unserem Hostel genutzt haben. Eine wohltuende Entspannung nach der Surfstunde. Ansonsten war der Abend nicht mehr wirklich spannend, da wir alle vom Surfen und der Sonne müde waren. Aber Kartenspielen mussten wir natürlich trotzdem noch.

Sonntags fing unsere Surfstunde eine halbe Stunde später an – also auch eine halbe Stunde mehr Schlaf für uns. Am Strand war trotzdem genauso wenig los wie am Vortag und auch unsere Surfstunde lief erstmal genauso ab wie zuvor. Neoprenanzüge an, Boards zum Strand schleppen und Yogasession. Danach haben wir noch über unsere Stunde am Tag zuvor gesprochen, was wir gut fanden, was wir verbessern wollen und ob unser Surflehrer und persönlich noch Tipps geben konnte. Das meiste und größte Problem aller war, dass es zuvor noch schwierig war die Wellen einzuschätzen und diese dann auch zeitig zu bekommen. Und ich muss sagen, dass hat am zweiten Tag schon viiiiel besser geklappt als am ersten. Ich habe selten nich Unterstützung von unserem Lehrer gebraucht, war viel selbstsicherer was die Wellen angeht und habe dann auch versucht jede Welle mitzunehmen, die nur ging. Mal mit mehr mal mit weniger Erfolg. Zum Glück war der Wind Sonntags regelmäßiger, sodass auch die Wellen regelmäßiger und schöner zum surfen waren.

Zu Beginn war ich mir etwas unsicher, da unsere Boards an dem Tag teilweise kürzer und dadurch wackeliger waren, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte war auch das kein Problem mehr. Und auch am zweiten Tag verging die Zeit viel zu schnell und ich hätte gefühlt noch ewig weiter surfen können. Stattdessen hatte unsere erste Surfsession aber irgendwann ein Ende und wir wollten den Mittag noch an einem anderen Strand verbringen, den unsere Surflehrer uns empfohlen hatten. Dieser entpuppte sich aber als Gras/ Steinstrand, sodass nichts mit gemütlich Hinlegen war. Stattdessen sind wir dann zurück in die Stadt für ein Eis gefahren bevor wir den Heimweg angetreten haben.

Einige Tage später haben wir dann noch Fotos von uns zugeschickt bekommen, die beim surfen mit der GoPro aufgenommen wurden. Ich kann nur sagen, dass meine natürlich wunderschön und in den besten Momenten aufgenommen wurden…

Nach dem Wochenende hab ich für mich beschlossen, dass es definitiv nicht das letzte mal Surfen in Neuseeland war. Ich muss nur noch herausfinden, wann und wo ich das nächste Mal die Gelegenheit dazu bekomme.

Machts gut und passt auf euch auf oder wie man im Moment eher sagt: Bleibt gesund!

Eure Ann-Ka

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