Südinsel 2.0 | Tag 1

Nachdem mein erster Besuch auf der Südinsel ein vorzeitiges Ende genommen hatte und ich somit noch nicht viel von ihr gesehen hatte, war eigentlich klar, dass ich noch eine weitere Reise dorthin machen wollte. Die Frage wann nur wann und mit wem. Genug Urlaubstage hatte ich noch, aber da unser Rückflug eigentlich für dem 19.7. geplant war, wurde die Zeit am Ende doch etwas knapp. Durch den Lockdown wurden unsere ganzen entspannten Reisepläne nämlich alle zu Nichte gemacht und wir mussten umplanen.

Das nächste Problem war, dass ich die Reise nicht alleine machen wollte. Während des Lockdowns sind aber ziemlich viele Au Pairs nach Hause geflogen und Pia und Lotte, meine Freundinnen die ebenfalls noch dort geblieben sind, hatten beide schon eine 2-wöchige Südinsel Rundreise hinter sich. Cooler Weise haben sich trotzdem beide dazu bereit erklärt eine weitere Rundreise mit mir zu machen, in der Aussicht, dass es dann Winter dort wäre und durch Corona nochmal weniger Touristen unterwegs seien.

Also sind wir am 26.6. zu dritt früh Morgens von Auckland aus auf die Südinsel nach Queenstown geflogen. Dort angekommen bekamen wir erstmal einen Kälteschock, denn während es in Auckland auch im Winter tagsüber immer mehr als 10 Grad sind, gibt es auf der Südinsel einen richtigen Winter mit Temperaturen um die 0 Grad. Zum Glück waren wir darauf eingestellt und vorbereitet, denn wir hatten uns ja zwei Wochen zuvor mit Handschuhen und Mützen eingedeckt, die wir da gut gebrauchen konnten.

Vom Flughafen aus sind wir dann zu unsere Campervermietung gelaufen um unseren Camper abzuholen und waren dann Lebensmittel, Stirnlampen und Decken einkaufen, da meine zwei Mitreisenden kleine Frostbeulen waren und Angst hatten Nachts mit den normalen Decken zu erfrieren. Sowas würde mir nich passieren, da ich ja selbst im tiefsten Winter in kurzer Hose und T-shirt schlafe. Außerdem waren wir dann in einem Café um uns etwas zu Frühstücken zu holen, bevor unser erstes Highlight der Reise startete.

Denn bevor wir richtig mit unserem Camper auf Tour gehen wollten, haben wir uns dazu entschieden, uns die Landschaft erstmal von oben anzuschauen und einen Helikopterflug gebucht. Dafür mussten wir zurück zum Flughafen, denn von dort aus startete unser Rundflug. Dort bekamen wir eine kleine Einführung und unsere „Flugtickets“ bevor wir unseren Piloten und Co-Piloten kennenlernten. Die beiden haben uns dann zu unserem Helikopter gebracht und uns nochmal weitere Anweisungen gegeben bevor wir dann eingestiegen und abgehoben sind. Wir hatten einen 45 minütigen Flug zum Mt Earnslaw gebucht und die Zeit verging wortwörtlich wie im Flug. Es war auf jeden Fall beeindruckend die Landschaft, Seen, Flüsse und Berge von oben zu sehen.

Nach dem Rundflug haben wir uns dann in unseren Camper gesetzt und uns auf den Weg nach Milford Sound gemacht. Zu Beginn der Reise haben wir alle noch zu dritt vorne gesessen, jedoch war der Mittelsitz eher eine Notlösung und dementsprechend unbequem, sodass es sich später eine von uns im hinteren Teil des Campers bequem gemacht hat.

Was ich schon beim ersten Besuch auf der Südinsel beeindruckend fand war die Landschaft, die teilweise so komplett unterschiedlich von der der Nordinsel ist. Während man auf der Nordinsel und besonders im Norden der Nordinsel das gefühlt hat im Dschungel unterwegs zu sein, weil man überall Grün sieht, ist die Landschaft der Südinsel von Gebirge und weiten Ebenen geprägt. Dementsprechend sind die Straßen dort auch nicht so kurvig sondern führen oft meilenweit gradeaus. Einerseits sehr angenehm, da man schneller voran kommt, andererseits auch ermüdend und langweilig. Da wir ja zu dritt waren und auch alle 3 den Camper fahren durften, haben wir uns regelmäßig mit dem Fahren abgewechselt. Am Anfang war es schon ungewohnt einen Camper zu fahren, da der natürlich deutlich größer ist und sich viel anders fährt als ein normales Auto. Aber auch da hat man sich dran gewöhnt, vor allem an die erhöhte Sitzposition über der Straße.

Auf dem Weg nach Milford Sound muss man einen Tunnel passieren, der durch einen Berg führt. Ich fand den Tunnel irgendwie unheimlich, aber wir sind heile hindurch gekommen. Kurz vor Milford Sound befinden sich die Mirror Lakes – Spiegel Seen – die bekannt dafür sind, dass sie extrem klar sind und sich die Berge dadrin spiegeln. Denen mussten wir natürlich auch einen Besuch abstatten. Ich muss aber dazu sagen, dass wir auf unserer Reise noch mehr Seen begegnet sind, in denen sich die Landschaft wunderschön gespiegelt hat. Ich werde davon berichten.

Als wir dann in Milford Sound auf unserem Campingplatz angekommen waren war es auch schon fast dunkel. Ein Nachteil wenn man im Winter unterwegs ist: es ist schon um 17 Uhr dunkel. Pia hat dann noch Suppe für uns zum Abendessen gekocht bevor wir relativ früh schlafen gegangen sind. Schließlich hatten wir einen aufregenden und langen Tag hinter uns und auch noch genug Pläne für den nächsten Tag.

Macht’s gut, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Eure Ann-Ka

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